Archiv der Kategorie: ASO

Beschreibungen für Apps richtig gestalten

Der Beschreibungstext der App hat zwei Zielgruppen: Den potentiellen Nutzer der App, der sich darüber informieren möchte, wieso er genau diese App herunterladen soll und die Suchalgorithmen der Store-Betreiber, die die Relevanz des Textes für Suchanfragen bewerten. Da potentielle Nutzer durch Suchanfragen auf die App-Detailseite gelockt werden sollen, ist eine ASO-optimierte Beschreibung sehr relevant.

Der App Store von Apple berücksichtigt die Beschreibung im Suchalgorithmus nicht, dennoch ist es sinnvoll, den Beschreibungstext zu optimieren, da auch „normale“ Suchmaschinen die Stores crawlen (regelmäßig durchsuchen und in ihren Index übertragen). Somit steigt die Chance, dass die App beispielweise auch bei Google- oder Bing-Suchen gefunden wird.

Der für den potentiellen Nutzer relevanteste Teil der Beschreibung ist der erste Satz. Dieser entscheidet oft über Klick oder Nicht-Klick. In vielen Stores wird der erste Satz der Beschreibung direkt in der Suche oder auf der App-Detailseite ohne den Klick auf den „mehr“-Button angezeigt. Inhalt dieses ersten Satzes sollte die USP der App sein. Ein gutes Beispiel hierfür ist die App „Wunderlist“ von der 6 Wunderkinder GmbH. Diese beschreibt schon im kleinen Feld der Beschreibung, was genau die App macht. Die USP „Kostenlose Aufgabenverwaltung über eine Cloud auf allen Plattformen“ ist deutlich erkennbar. Will der Nutzer mehr erfahren, kann er dies durch einen Klick auf den kleinen Pfeil am unteren Ende der Beschreibung.

Direkt nach der USP sollten relevante Preise, die die App gewonnen hat, oder Pressestimmen dargestellt werden, um Vertrauen aufzubauen, denn oft sind die Entwickler unbekannt und kämpfen mit Vertrauensproblemen – vor allem bei Apps, die personenbezogene Daten verarbeiten. Zusätzlich sollten positive Rezensionen und Reviews von Meinungsführen erwähnt werden.

Danach sollte dem Nutzer erläutert werden, welches Problem die App löst und was die Idee hinter der App ist. Dies ist eine Ausarbeitung der USP. Außerdem ist es wichtig zu erwähnen, wer die App benutzen soll – die Zielgruppe: Ist das Spiel für Hardcore-Gamer oder Casual-Gamer geeignet? Warum soll der Nutzer genau diese App herunterladen und nicht die der Konkurrenz?

Wie schon erwähnt soll der Text zum Weiterlesen animieren und nicht zu technisch geprägt sein. Eine zielgruppenorientierte Schreibweise ist empfehlenswert. Eine App für Banker sollte beispielsweise in einer andren Tonality verfasst werden als eine App für Hardcore-Gamer.

Bis der Nutzer zu dem Beschreibungstext gelangt, hat er einen rein visuellen Eindruck der App erhalten . Es ist ratsam, diesen nicht durch einen schlecht bis gar nicht formatierten Text zu zerstören. Die Beschreibung muss ansprechend formatiert sein. Das wichtigste Mittel dabei sind Aufzählungen.

Wie schon erwähnt ist der Beschreibungstext nicht nur für potentielle Nutzer relevant, sondern auch für die Suchalgorithmen der Stores. Ein gängiges Mittel von Suchmaschinen zur Keyword-Identifizierung ist die Analyse des Textes nach der Häufigkeit des Auftretens von Wörtern. Es gilt also, das Hauptkeyword oft und die Nebenkeywörter dezenter in die Beschreibung einzubauen. Die Keyworddichte sollte bei fünf bis zehn Prozent liegen. Es sollte dennoch darauf geachtet werden, dass die Lesbarkeit nicht darunter leidet.

Ein gutes Beispiel für die Verwendung von Keywords in der Beschreibung ist die Taschenlampen App „Taschenlampe Tiny Flashlight“. Im deutschen Teil der Beschreibung sind die Keywords ausgewogen im Text verteilt und kommen nicht zu häufig vor. Die Beschreibung umfasst insgesamt 200 Wörter. Für diese Anzahl ist es optimal das Hauptkeyword „Taschenlampe“ sechs Mal zu verwenden.